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Übung: Abschlussdemonstration des RESITEK Projekts in Altenahr
Am 20. Juni 2026 fand auf dem ehrmaligen Bolzplatz in der Ortsgemeinde Altenahr Im Landkreis Ahrweiler die Abschlussdemonstration des RESITEK-Projekts ("Resiliente Technologien für den Katastrophenschutz") statt.
Ziel des Projekts RESITEK ist es, Kompetenzen und technologischen Fähigkeiten des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) aus den Bereichen Luftfahrt, Raumfahrt, Energie, Verkehr und Sicherheit zusammenzuführen. Im Rahmen des Projekts wird eine modulare und flexibel erweiterbare Daten- und Visualisierungsplattform entwickelt, die sowohl ein kontinuierliches Lagemonitoring als auch eine bedarfsgerechte Unterstützung bei Lagebilderfassung, Einsatzplanung und Einsatzdurchführung im Katastrophenfall ermöglicht. Dadurch sollen Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) in ihrer Entscheidungs- und Handlungsfähigkeit gestärkt werden, um Gefahrenlagen effizienter zu bewältigen und die Bevölkerung wirksam zu schützen.
Szenario "Hochwasser"
Die letzten Wochen in Westdeutschland waren sehr regnerisch. Die Böden sind mit Wasser gesättigt und die Pegelstände der lokalen Flüsse entsprechend hoch. In Teilen von Rheinland-Pfalz ist extremer Niederschlag mit lokalen Spitzen von 200 l/m² gefallen. Insbesondere im Bereich der Ahr ist das Hochwasser extrem und hat verheerende Ausmaße angenommen. Es sind viele Notrufe eingegangen. Die Situation ist immer unübersichtlicher, das vom Hochwasser betroffene Gebiet wird immer größer. Viele Kommunen haben bereits überörtliche Hilfe angefordert. Das Kommunikationsnetz ist in weiten Teilen des Ahrtals ausgefallen.
Das Bayerische Rote Kreuz (BRK) ist eingetroffen und hat sich mit lokalen Einsatzkräften abgestimmt. Eine Vorerkundung durch das BRK Team Gelände/Infrastruktur/Logistik/Transport (G.I.L.T.) vor Ort ist bereits geschehen.
Die Integrierte Leitstelle (ILS) des BRK in Schweinfurt fordert Unterstützung beim DLR, insbesondere über das Zentrum für satellitengestützte Kriseninformation (ZKI) des Deutschen Fernerkundungsdatenzentrums (DFD), zur umfassenden Erkundung der Lage sowie zur Unterstützung von Rettungsmaßnahmen an.
Im Gelände führt das DLR gemeinsam mit dem BRK, DRK Rh.-Pf. sowie dem Technischen Hilfswerk (THW) verschiedene aufeinander abgestimmte Such- und Rettungsaktionen durch. Die im Gelände gewonnenen Erkenntnisse werden im Lagebild des DFD-ZKI zusammengeführt, bewertet und an die Einsatzkräfte kommuniziert.
Lagebild des ZKI
Das komplexe Lagebild des ZKI bündelt unterschiedliche Geodaten und Analysen in einer gemeinsamen Plattform und stellt diese in Form mehrerer Karten und Visualisierungen übersichtlich dar. Neben grundlegenden Lageinformationen wie den aktuellsten Luftbildaufnahmen umfasst das Lagebild auch komplexe Themen wie Strominfrastruktur, Funkabdeckung sowie KI-gestützte Analysen, beispielsweise zur (Hoch-)Wasserausdehnung oder zur automatisierten Objektdetektion. Das oben dargestellte Screenvideo zeigt exemplarisch einige de Funktionen uns Visualisierungen des komplexen Lagebildes.
Aus den kurz vor der Übung am 19.06.2026 durch das Bayerische Rote Kreuz (BRK) aufgenommen Drohnenbildern wurden unmittelbar am Übungstag am 20.06.2026 vor Ort sowohl eine automatisierte Objektdetektion als auch eine KI-basierte Wassersegmentierung abgeleitet. Der Einsatz KI-gestürzter Verfahren ermöglicht eine schnelle Auswertung großer Bilddatensätze und unterstützt Einsatzkräfte dabei, relevante Informationen innerhalb kürzester Zeit bereitzustellen.
Während der Demonstration wurden im komplexen Lagebild des ZKI die Live-Positionen der Drohnen des Instituts für Flugführung und Instituts für Flugsystemtechnik sowie die Vehikel des Instituts für Robotik und Mechatronik - darunter der SHERP, der Scout Rover und die ARDEA-Drohne – in Echtzeit dargestellt. Neben den aktuellen Positionen wurden auch die während des Einsatzes aufgenommen Live-Bilddaten direkt in das Lagebild integrierte und in einem Live-Tracking-Dashboard visualisiert. Dadurch konnten Bewegungen und Sensordaten der unterschiedlichen Vehikel gemeinsam und nahezu in Echtzeit verfolgt werden.
Ergänzend zu den Lagebildern wurde eine Virtual-Reality-Anwendung eingesetzt, die die Zerstörungen von dem Hochwasserereignis in 2021 immersiv darstellte.
Produkte
Deutschland - Altenahr / Altenburg - Hochwasser - P08 - Situation am 11. Juni 2026 - Übersichtskarte
Erstellungsdatum 20. Juni 2026
Deutschland - Altenahr - Hochwasser - P07 - Situation vor, während und nach dem Hochwasser vom Juli 2021 - Vergleichskarte
Erstellungsdatum 20. Juni 2026
Deutschland - Altenahr / Altenburg - Hochwasser - P06 - Situation am 26. Mai 2026 - Übersichtskarte
Erstellungsdatum 20. Juni 2026
Deutschland - Altenahr / Bad Neuenahr-Ahrweiler - Hochwasser - P05 - Vulnerable Bevölkerung, Antiel unter 18- und über 65-Jähiger - Übersichtskarte
Erstellungsdatum 20. Juni 2026
Deutschland - Bad Neuenahr-Ahrweiler - Hochwasser - P04 - Zugang zur medizinischer Versorgung am 16. Juli 2021 - Übersichtskarte
Erstellungsdatum 20. Juni 2026
Deutschland - Altenahr / Altenburg - Hochwasser - P03 - Schadensausmaß am 16.Juli 2021 - Übersichtskarte
Erstellungsdatum 20. Juni 2026
Deutschland - Altenahr / Altenburg - Hochwasser - P02 - Entwicklung nach dem Hochwasser vom Juli 2021 - Vergleichskarte
Erstellungsdatum 20. Juni 2026
Deutschland - Altenahr - Hochwasser - P01 - Situation vor, während und nach dem Hochwasser vom Juli 2021 - Vergleichskarte
Erstellungsdatum 20. Juni 2026
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